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Spektakuläre Schauübungen hatte die Jugendfeuerwehr Bad Überkingen den eingeladenen Jungen und Mädchen zum 1. Tag der Jugendfeuerwehr im Feuerwehrgerätehaus in Bad Überkingen am Samstag, dem 12. Mai, angekündigt. Von 14.00 bis 18.00 Uhr konnten sich rund 40 Jugendliche davon überzeugen, daß die Jugendfeuerwehr nicht zuviel versprochen hatte. Auftakt der Vorführungen bildete ein klassischer Löschangriff. Lodernde Flammen schlugen aus dem Holzfeuer, als die Jugendfeuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn mit dem Tanklöschfahrzeug und dem Löschfahrzeug an der Brandstelle hinter dem Feuerwehrgerätehaus eintrafen. Während die Besatzung des mit Ausbildern der Jugendfeuerwehr besetzten Tanklöschfahrzeugs eine vom Feuer bedrohte Person in Form einer lebensgroßen und auch ebenso schweren Puppe rettete und mit der Schnellangriffseinrichtung das erste C-Rohr zur Brandbekämpfung vornahm, bauten der Wasser- und der Schlauchtrupp vom Hydranten her eine Wasserversorgung bis zum Verteiler auf, während der Angriffstrupp bereits seine eigene Schlauchleitung gelegt hatte und somit das Wasser ab dem Verteiler übernehmen konnte. Innerhalb kürzester Zeit legten Wasser- und Schlauchtrupp ab dem Verteiler noch zwei weitere Schlauchleitungen, so daß die eingespielten Teams der Jugendfeuerwehr dem brennenden Holzhaufen mit drei C-Strahlrohren zu Leibe rückten. So konnte dann Jugendgruppenleiter Simon Röger den Zuschauern „Feuer unter Kontrolle“ und bald danach auch „Feuer aus“ melden. Fachgerecht kommentierte Simon Röger auch die weiteren Schauübungen. So wurde auch vorgeführt, wie ein mit Rauchpulver präpariertes, „brennendes“ Auto von der Jugendfeuerwehr gelöscht wurde und wie bei einem simulierten Verkehrsunfall eine eingeklemmte Frau aus ihrem Auto befreit wurde. Hier legten die Ausbilder der Jugendfeuerwehr, die selbst alle einmal Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren, selbst mit Hand an und bedienten Schere und Spreizer um die Fahrertür zu öffnen, einen Zugang für die Rettungskräfte zu schaffen und um das Dach des Fahrzeugs abzutrennen. Unterstützt wurden die jugendlichen Einsatzkräfte und ihre Ausbilder durch zwei Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes mit ihrem Rettungswagen. Nachdem eine Infusion gelegt und die Patientin am Tropf hing, wurde sie mit Hilfe einer Schaufeltrage aus dem Auto gehoben und zur weiteren Versorgung den Sanitätern übergeben. Im Feuerwehrgerätehaus wurde den Jugendlichen anhand von verschiedenen Experimenten erklärt, welche Bedingungen notwendig sind, damit überhaupt ein
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Feuer entstehen kann. Eine dieser Bedingungen ist ein passendes Mischungsverhältnis zwischen brennbarem Stoff und Luft. So kann z.B. ein Stoff wie Eisen, der in kompakter Form nicht brennbar ist, in Form von Stahlwolle durchaus entzündet werden. Je feiner der brennbare Stoff ist, um so schneller verläuft die Verbrennung, wie anhand einer Staubexplosion im Miniformat gezeigt wurde. Daß Wasser ein hervorragendes Löschmittel ist, aber bei bestimmten Bränden eine gegenteilige Wirkung hervorrufen kann, wurde den Besuchern eindrucksvoll anhand einer Fettexplosion demonstriert. Die Jugendfeuerwehr ist aber mehr als nur Feuerlöschübungen durchführen, wie Simon Röger gegenüber den interessierten Jungen und Mädchen zu Anfang des Tages der Jugendfeuerwehr anhand einer Präsentation hervorgehoben hatte. So stehen im nicht feuerwehrtechnischen Teil der Jugendarbeit Indiakaturniere, Fußballspielen, Pizzaessen, Zeltlager und Tagesausflüge auf dem Programm, wie auch der als nächstes anstehende Besuch der Sommerrodelbahn in Donnstetten zeigt. Geplant und ins Leben gerufen hatten den 1. Tag der Jugendfeuerwehr Jugendfeuerwehrwart Benjamin Seitz mit tatkräftiger Unterstützung der Ausbilder und der Mannschaft der Jugendfeuerwehr. Bei einem Mitgliederstand von derzeit neun Jugendlichen ist es ein Gebot der Stunde, neue Mitglieder zu werben um auch weiterhin in der Lage zu sein, volljährige Mitglieder der Jugendfeuerwehr an die aktiven Löschzüge der Überkinger Wehr übergeben zu können. Ein großes Lob für den rundum gelungenen 1. Tag der Jugendfeuerwehr erhielten die Akteure von Kommandant Michael Baumeister und Bürgermeister Martin Joos. So stellte beide fest, daß die Jugendfeuerwehr ein hohes fachliches Können gezeigt und ein sehr spannendes Programm geboten habe, und dies hoffentlich den einen oder anderen der eingeladenen Jugendlichen dazu bewegt, der Jugendfeuerwehr beizutreten. Ob dieser Tag Früchte tragen wird und die bislang erfolgreiche Jugendarbeit fortgeführt werden kann, wird sich wohl erst an den kommenden Übungsdiensten der Jugendfeuerwehr herausstellen, von denen der nächste am 26. Juni in Bad Überkingen stattfinden wird. Interessenten zwischen 10 und 18 Jahren sind hierzu recht herzlich eingeladen. Auch im Internet ist die Jugendfeuerwehr Bad Überkingen vertreten, und zwar unter www.jf-badueberkingen.de. Dort können die weiteren Bilder des 1. Tages der Jugendfeuerwehr angesehen werden können.
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