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Sonderausbildung Atemschutz 16.05.09

Neue Ideen aus Atemschutzworkshop bei Sonderausbildung Atemschutz erprobt

Speziell auf die Anforderungen für Atemschutzgeräteträger im Innenangriff zugeschnitten war die Sonderausbildung Atemschutz, die am Samstag, dem 16. Mai, am Feuerwehrgerätehaus in Bad Überkingen stattgefunden hatte. Dabei flossen auch neue Erkenntnisse aus dem Atemschutzworkshop bei der Feuerwehr Göppingen ein, den drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Überkingen am vorangegangenen Samstag besucht hatten. 


Der vorgehende Trupp schützt sich gegen einen Flashover mit einem breit aufgefächerten Sprühstrahl.

Besonders im Innenangriff ist eine koordinierte Vorgehensweise von größter Wichtigkeit, insbesondere beim Vorrücken in verrauchten Räumen. Dabei gibt der Truppmann als Strahlrohrführer einen kurzen Spühstoß an die Decke ab. Verdampft das Wasser in der heißen Rauchgasschicht unter der Decke, muß diese gekühlt werden. Auf das Kommando „Heiß!“ vom Truppführer gibt der Truppmann weitere Sprühstöße in den Raum und unter die Decke ab. Auf das Kommando „Check!“ wird wieder ein Sprühstoß Richtung Decke abgegeben. Kommt Wasser zurück, ist die Rauchgasschicht abgekühlt, der Truppführer gibt jetzt das Kommando „Kalt!“ und der Trupp kann im Kriechgang weiter vorgehen. Verdampft jedoch wiederum das Wasser, wird die Prozedur solange wiederholt, bis die Rauchgasschicht abgekühlt ist. Wenn es in dem brennenden Raum zu einem Flashover (Durchzündung, alle noch nicht brennenden Einrichtungsgegenstände fangen schlagartig Feuer) kommen sollte, gibt der Truppführer das Kommando „Flashover!“. Dabei lassen sich Truppmann und Truppführer auf den Rücken fallen, der Truppführer verbreitert den Abgangswinkel des Sprühstrahls, richtet diesen direkt nach oben und schützt so sich und den Truppführer. Diese Vorgehensweise wird auch durchgeführt, wenn Frischluft in den Brandraum gelangt, sich mit den heißen Rauchgasen mischt und eine Rauchgasexplosion (Backdraft genannt im englisch-amerikanischen Sprachgebrauch) auslösen kann. Weitere Stationen der Ausbildung waren das Öffnen von Türen, das Verlegen von Schläuchen und das Absuchen verrauchter Räume nach Vermißten.

 
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