Aufwendige Wasserversorgung bei Frühjahrsübung in Oberböhringen
45 Feuerwehrmänner beteiligten sich mit sechs Fahrzeugen an der Frühjahrsübung der Freiwilligen Feuerwehr in Oberböhringen am Freitag, dem 24. April. Als Übungsszenario war geplant, daß in der Küche der Freien Schule ein Brand ausgebrochen war, das Gebäude sehr schnell verqualmte und eine Person die Schulräume nicht mehr rechtzeitig verlassen konnte.

Die im ersten Stock eingeschlossene Person wird über die Steckleiter gerettet.
Entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung wurden von der Leitstelle in Göppingen alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Bad Überkingen alarmiert sowie der SW 2000 (Schlauchwagen mit 2000 m B-Schlauch) der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen. Unter der Leitung von Löschzugführer Helmut Reichart begann der zuerst eintreffende Löschzug Oberböhringen sofort mit dem Aufbau eines Löschangriffs. Zur Wasserversorgung diente das benachbarte Hallenbad mit seinem Schwimmbecken. Feuerwehrmänner des kurz darauf eintreffenden Löschzugs Unterböhringen rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus und durchsuchten die verqualmten Räume nach der vermißten Person. Diese wurde im ersten Stock aufgefunden und über eine Steckleiter gerettet. Zeitgleich dazu wurde vom Löschzug Unterböhringen ein Außenangriff mit einem weiteren C-Rohr gestartet. Währenddessen begann der Löschzug Bad Überkingen zusammen mit dem SW2000 den Aufbau einer Schlauchleitung vom Löschwasserbehälter in der Mitte von Oberböhringen zu der rund 1 km entfernten Freien Schule. Um das Wasser mit genügend Druck an die Einsatzstelle zu befördern können, mußte auf der Hälfte der Strecke eine zusätzliche Tragkraftspritze in die Schlauchleitung eingebaut werden. Da die Schlauchleitung aus dem SW 2000 heraus nur im Schritttempo gelegt werden konnte, waren die Einsatzkräfte zunächst weiterhin auf das Schwimmbad als Löschwasserreservoir angewiesen. Deshalb wurde noch über das Tanklöschfahrzeug des Löschzugs Bad Überkingen ein zusätzlicher Innenangriff gestartet. Nachdem die Wasserversorgung vom Löschwasserbehälter in Oberböhringen aus aufgebaut war, konnten die Feuerwehrmänner mit insgesamt vier C-Rohren dem Brand zu Leibe rücken, so daß Kommandant Michael Baumeister den Zuschauern bald danach „Feuer aus“ melden konnte. Zur abschließenden Entrauchung des Schulgebäudes wurde der Hochdrucklüfter des Löschzugs Bad Überkingen eingesetzt. Entscheidend für den Erfolg bei einem derartigen Brandeinsatz außerhalb einer Ortschaft ist die Koordination der Löschzüge untereinander sowie der parallel dazu verlaufende Aufbau einer Löschwasserversorgung über eine derart große Strecke. In der anschließenden Manöverkritik fand Kommandant Michael Baumeister denn auch lobende Worte für die Mannschaft und bedankte sich insbesondere für die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen der Freiwilligen Feuewehr Geislingen und erklärte: „Auf Grund der exponierten Lage ist es bei dem Objekt notwendig, sofort Vollalarm für alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Bad Überkingen auszulösen. Zeitgleich wird immer der Schlauchwagen der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen mitalarmiert. Dieses Zusammenspiel wurde bei der Frühjahrsübung geübt. Die Übung hat gezeigt, dass sich die regelmäßigen Übungsdienste der Löschzüge auszahlen. Der Verlauf der Übung war gut und hat deutlich gemacht, dass auch eine solch komplexe Situation sicher durch die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Bad Überkingen gemeistert werden kann.“

Geschafft! Der SW2000 ist mit der rund 1 km langen Versorgungsleitung an der Freien Schule eingetroffen. |