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Sprechfunkausbildung der FF BU

Um ihre Kenntnisse im Umgang mit Funkgeräten aufzufrischen waren 17 Feuerwehrmänner am Samstag, dem 7. Februar im Feuerwehrgerätehaus in Bad Überkingen zusammengekommen.

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Links das Vorbild, rechts der Nachbau. Kommandant Michael Baumeister ist zufrieden, kein Pfusch am Bau zu erkennen, die Informationsübermittlung per Funk zum Nachbau des Gebildes hat funktioniert.

Begonnen hatte die Sonderausbildung um 9.00 Uhr mit einem theoretischen Teil, in dem Kommandant Michael Baumeister auf die Grundlagen des Sprechfunks einging. So werden bei der Feuerwehr z.B. zwei verschiedene Frequenzbänder benutzt, nämlich das 4m-Band und das 2m-Band. Während über den Betriebskanal im 4m-Band die Kommunikation zwischen den einzelnen Fahrzeugen und der Leitstelle erfolgt, werden Gespräche an der Einsatzstelle mit Handsprechfunkgeräten im Lokalkanal im 2m-Band abgewickelt. Da die Ausbreitung der Funkwellen weitgehend optischen Gesetzmäßigkeiten folgt, ist die Fahrzeugaufstellung an der Einsatzstelle von großer Wichtigkeit. Wird ein Feuerwehrfahrzeug im sogenannten Funkschatten eines Berges oder eines großen Gebäudes aufgestellt, kann die Funkverbindung zur Leitstelle in Göppingen unterbrochen werden. Bei der Fahrzeugaufstellung können schon wenige Meter den entscheidenden Unterschied ausmachen, so Michael Baumeister.
Um Funkgespräche kurz und präzise führen zu können ist eine gewisse Funkdisziplin notwendig. So wird ein Funkgespräch stets mit dem Namen der anzufunkenden Gegenstelle eröffnet und anschließend der eigene Funkrufname genannt, z.B. „Leitstelle Göppingen von Florian Bad Überkingen 21 kommen“. Hinter der Ziffer „21“ verbirgt sich das Tanklöschfahrzeug, hierdurch kann die Leitstelle nachvollziehen, von welchem Fahrzeug aus gefunkt wird. Darüber hinaus sollte deutlich und nicht zu schnell gesprochen werden, Abkürzungen und Personennamen sollten vermieden werden. Bei normalen Gesprächen können Informationen auch über den Tonfall der gesprochenen Worte transportiert werden. Funktechnisch bedingt können derartige Feinheiten der Sprache jedoch verloren gehen, um dieses Dilemma zu umgehen müssen z.B. Fragen immer mit dem Stichwort „Frage“ eingeleitet werden. Grundsätzlich wird auch das Gespräch von derjenigen Stelle mit dem Stichwort „Ende“ beendet, die es begonnen hat.
Um die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen folgten Übungen der Theorie. In Gruppen aufgeteilt erhielten die Feuerwehrmänner die Aufgabe, verschiedenfarbige Lego-Bausteine verschiedener Größe willkürlich zusammenzubauen. Eine zweite Gruppe musste nun dieses Gebilde in einem anderen Raum nachbauen, wobei die notwendigen Informationen nur mit Handsprechfunkgeräten übermittelt werden durften. Hochkonzentriert gingen die Kameraden zu Werke, da nicht nur die „Bauanleitung“ korrekt übermittelt werden musste, sondern dies auch noch mit der entsprechenden Funkdisziplin zu geschehen hatte. Beim anschließenden Vergleich der Vorbilds und des Nachbaus zeigte sich Michael Baumeister mit den Leistungen der einzelnen Gruppen sehr zufrieden da die Informationsübermittlung ganz offensichtlich funktioniert hatte.
Anschließend mussten noch Gefahrgutsymbole an die „Leitstelle“ im Bad Überkinger Feuerwehrgerätehaus übermittelt werden, wie sie zur Kennzeichnung gefährlicher Stoffe und Güter an Lastwagen oder an Verpackungen angebracht sind. Über diese Gefahrgutsymbole kann die Leitstelle wichtige Hinweise zu den Gefahren geben, die von diesen Stoffen ausgehen und geeignete Löschmittel nennen bzw. vor ungeeigneten Löschmitteln warnen. In seinen abschließenden Worten zur Sonderausbildung Sprechfunk hob Michael Baumeister noch einmal die Wichtigkeit des Sprechfunks für das Gelingen eines Einsatzes hervor und bedankte sich bei den Anwesenden für die Bereitschaft, sich über den normalen Löschzugdienst hinaus bei der Feuerwehr zu engagieren.

 
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